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    Das ERP für Landwirte – der ganze Betrieb in einem System

    hofmanager+ ist kein weiteres Einzelprogramm, sondern das Betriebssystem für den Hof: Flächen, Maschinen, Personal, Lager, Aufträge und Belege greifen auf dieselben Daten zu. Einmal erfasst – überall verbucht.

    9 Min.Lesezeit
    ERPBetriebsführungKostenrechnungDigitalisierung

    01Was ERP im landwirtschaftlichen Betrieb bedeutet

    ERP steht für die zentrale Planung aller Betriebsmittel: Fläche, Technik, Arbeit, Material und Geld in einem System. Auf vielen Höfen liegt das heute verteilt – eine Schlagkartei für die Fläche, eine Tabelle für die Maschinen, ein Kalender für das Team, ein Ordner für die Belege. Jede Insel funktioniert für sich, zusammengerechnet wird nichts.

    Entscheidend ist deshalb nicht die Zahl der Funktionen, sondern ob ein Vorgang nur einmal erfasst wird und danach überall wirkt: Wird die Aussaat auf Schlag 12 gebucht, füllt dieselbe Buchung die Schlagkartei, zieht das Saatgut vom Lager ab, schreibt die Maschinenstunden dem Schlepper zu und erfasst die Arbeitszeit des Fahrers.

    02Die Module im Überblick

    Alle Bereiche arbeiten auf einem gemeinsamen Stamm aus Schlägen, Kulturen, Maschinen, Mitarbeitern und Kunden. Gepflegt wird jede Angabe genau einmal.

    BereichWas er leistet
    Flächen & SchlagkarteiSchläge, Kulturen, Maßnahmen, Düngung, Pflanzenschutz und Erträge – schlaggenau und prüfungsfest dokumentiert.
    Maschinen & TechnikEinsatzstunden, Wartung, Prüftermine, Reparaturen und Kraftstoff je Maschine – Grundlage für echte Maschinenkosten.
    Personal & ZeitZeiterfassung am Handy, Stundenkonto, Urlaub, Schichten und Arbeitsanweisungen für das gesamte Team.
    Lager & BestellungSaatgut, Dünger, Pflanzenschutz, Diesel und Ersatzteile mit Zu- und Abgängen, verknüpft mit Bestellungen und Maßnahmen.
    Kunden & AufträgeLohnarbeit, Lieferscheine, Rechnungen und Preisliste – die Leistung entsteht aus den erfassten Zeiten und Mengen.
    Belege & AuswertungDokumente je Schlag, Maschine und Kunde, Kosten je Betriebszweig, Budgets und Exporte für Buchhaltung und Berater.

    03Warum Industrie-ERP und Einzellösungen scheitern

    Große ERP-Systeme aus Industrie und Handel kennen Artikel und Produktionsaufträge, aber keine Vorfrucht, keine Nährstoffsalden und keine Prüftermine für Pflanzenschutzgeräte. Sie lassen sich anpassen – doch die Anpassung ist ein Projekt, kein Feierabend. Umgekehrt reicht eine reine Ackerschlagkartei nicht, sobald Mitarbeiter, Lohnarbeit und Maschinenkosten dazukommen.

    AnsatzStärkeGrenze
    EinzellösungenJeder Bereich hat sein Programm oder seine TabelleDoppelte Eingaben, Zahlen passen nicht zusammen
    Industrie-ERPArtikel, Stücklisten, ProduktionsaufträgeKennt keine Schläge, Vorfrucht, DüV oder Prüftermine
    Reine AckerschlagkarteiDokumentation der FlächePersonal, Lager, Aufträge und Belege fehlen
    hofmanager+Ein Datenstamm für Fläche, Technik, Team, Lager und BelegeEine Erfassung wirkt in Dokumentation, Lager und Kostenrechnung

    04In fünf Schritten eingeführt

    1. Flächen übernehmen – als Import aus dem Agrarantrag statt als Neueingabe.
    2. Maschinen und Mitarbeiter anlegen, Rollen und Rechte je Person festlegen.
    3. Im Alltag starten: Maßnahmen und Zeiten am Tag der Arbeit mobil erfassen.
    4. Lager und Bestellungen dazunehmen, Eingangsbelege direkt ablegen.
    5. Kunden, Lieferscheine und Rechnungen ergänzen und danach auswerten.

    05Vom Beleg zur Kostenwahrheit

    Weil Zeiten, Maschinenstunden, Lagerabgänge und Eingangsbelege am gleichen Vorgang hängen, entstehen Kosten je Schlag, Maschine, Auftrag und Betriebszweig laufend – nicht erst mit dem Jahresabschluss. Grundlage der Fläche ist die digitale Ackerschlagkartei, die Arbeitsseite liefert die mobile Zeiterfassung, und die Kundenseite steckt im CRM für Landwirte.

    06Passend dazu

    Häufige Fragen zum Agrar-ERP

    Ist hofmanager+ ein ERP oder eine Ackerschlagkartei?
    Beides – die Ackerschlagkartei ist eines der Module. Zusätzlich führen Maschinen, Personal, Lager, Aufträge und Belege im selben Datenstamm zusammen, sodass Kosten je Schlag, Maschine und Betriebszweig laufend entstehen.
    Was unterscheidet ein Agrar-ERP von einem Industrie-ERP?
    Die Fachlogik. Ein landwirtschaftliches ERP kennt Schläge, Kulturen, Vorfrucht, Nährstoffsalden, Sperrfristen, rote Gebiete und Prüftermine für Technik. Ein Industriesystem müsste dafür aufwendig angepasst werden – ein Projekt statt einer Einführung.
    Brauche ich als kleiner Betrieb überhaupt ein ERP?
    Sobald mehr als eine Person Daten erfasst oder Lohnarbeit abgerechnet wird, lohnt es sich. Der sinnvolle Start sind Flächen und Zeiterfassung; weitere Bereiche kommen später dazu.
    Wie lange dauert die Einführung?
    Die Grundeinrichtung mit Flächenimport, Maschinen und Mitarbeitern ist an einem Tag machbar. Bis alle Bereiche im Alltag laufen, sind je nach Betriebsgröße vier bis acht Wochen realistisch.
    Läuft das System auch mobil auf dem Feld?
    Ja. Erfassung von Maßnahmen, Zeiten und Lagerbewegungen ist für die Bedienung am Smartphone ausgelegt und verträgt schwankende Verbindung; Buchungen werden übertragen, sobald wieder Netz vorhanden ist.
    Sehen alle Mitarbeiter die Betriebszahlen?
    Nein. Über Rollen und Rechte sehen Mitarbeiter ihre Aufgaben, Zeiten und Flächen. Kosten, Kundenkonditionen und Auswertungen bleiben der Betriebsleitung und berechtigten Rollen vorbehalten.
    Komme ich später wieder an meine Daten?
    Ja. Alle Aufzeichnungen, Belege und Auswertungen lassen sich exportieren – für Buchhaltung, Berater, Kontrolle oder einen Wechsel.

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