01Was Lohnunternehmen von einer Hofsoftware unterscheidet
Ein Lohnunternehmen dokumentiert nicht den eigenen Betrieb, sondern fremde Flächen – mit eigenen Maschinen, wechselnden Fahrern und Sätzen, die je Kunde und Maschine verschieden sind. Entscheidend ist deshalb nicht die Buchhaltung am Jahresende, sondern die Kette vom disponierten Auftrag über den erfassten Einsatz bis zur Rechnungsposition.
Wo diese Kette reißt, entstehen die typischen Verluste: nicht abgerechnete Rüstzeiten, geschätzte Hektarzahlen, fehlende Unterschriften auf Lieferscheinen und Einsätze, die erst Wochen später aus Notizen rekonstruiert werden.
02Maschinenbezogene Abrechnung: was worauf läuft
Am Auftrag werden Hauptarbeit und weitere Positionen mit Menge und Einheit erfasst. Diese Positionen werden als einzelne Zeilen in einen Rechnungsentwurf übernommen; Preise ergänzen und prüfen Sie dort. Erfasst wird also einmal am Auftrag, nicht doppelt.
| Ebene | Was hinterlegt bzw. erfasst wird | Bezug |
|---|---|---|
| Hauptarbeit | Leistung, Menge und Einheit (z. B. Stunden, Hektar, Liter) am Auftrag | Auftrag |
| Weitere Positionen | beliebig viele zusätzliche Arbeiten am selben Auftrag, Reihenfolge per Pfeil änderbar | Auftrag |
| Preise | Preise aus der eigenen Preisliste übernehmen | Preisliste |
| Rechnung | Rechnungsentwurf aus dem Auftrag; Hauptarbeit und alle Positionen als einzelne Zeilen, Preise im Entwurf ergänzen und prüfen, Rechnungsnummer beim Finalisieren | Auftrag |
| E-Rechnung & Export | ZUGFeRD/XRechnung; DATEV-Export für den Steuerberater | Rechnungen |
03Die Module für Lohnunternehmen in hofmanager+
Alle Bereiche greifen ineinander: Disposition, Feld-Präsenz, Zeiterfassung, Maschinenpark und Rechnung arbeiten auf denselben Daten.
| Modul | Was es übernimmt |
|---|---|
| Auftragsverwaltung | Auftrag mit Kunde, Fläche, Kultur, Maschine und Termin. Disposition über Woche und Saison, Statuswechsel vom Fahrer aus der App. |
| GPS-Feldpräsenz | Die vom Fahrer gestartete GPS-Feldpräsenz zeigt, wer auf welchem Schlag ist. Sie dient der Übersicht; Arbeitszeit wird gestempelt, Auftragsstatus vom Fahrer gesetzt. |
| Maschinenbezogene Abrechnung | Hauptarbeit und weitere Positionen am Auftrag (Stunde, Hektar, Liter u. a.) als einzelne Positionen in einen Rechnungsentwurf übernommen; Preise dort ergänzen und prüfen. |
| Lieferscheine mit Unterschrift | Menge und Fläche direkt am Feld erfassen, Kunde unterschreibt auf dem Handy. Der Lieferschein hängt am Auftrag und an der Rechnung. |
| Saison- und Personalplanung | Saisonkräfte mit Vertrag, Stundenkonto, Urlaubsanspruch pro rata, Unterweisungen und Zeiterfassung mit Monatssoll. |
| Maschinenpark & Wartung | Betriebsstunden, TÜV- und UVV-Termine, Ersatzteile mit Maschinenzuordnung, Reparaturen und Dieselverbrauch je Gespann. |
| Kundenflächen & Schlagkartei | Flächen des Auftraggebers mit FLIK und Geometrie, dokumentierte Maßnahmen als Nachweis für den Kunden – auch über mehrere Betriebe hinweg. |
| Auswertung je Maschine | Deckungsbeitrag, Auslastung und Kosten je Gespann und Saison – Grundlage für Satzkalkulation und Ersatzinvestition. |
Schlagbezogene Dokumentation für Kundenflächen
04In fünf Schritten zum digitalen Auftragsablauf
- Maschinenpark anlegen: Gespanne, Betriebsstunden, Wartungstermine und die Verrechnungssätze je Maschine.
- Kunden und deren Flächen erfassen – per Import aus iBALIS, FIONA, LEA oder als Shape mit FLIK und Geometrie.
- Aufträge disponieren: Kunde, Fläche, Maschine, Fahrer und Termin; der Fahrer sieht seinen Auftrag in der App.
- Einsatz mobil dokumentieren: Zeiten per GPS, Mengen und Flächen erfassen, Lieferschein vom Kunden unterschreiben lassen.
- Abrechnen: Positionen aus den Einsätzen sammeln, Sammelrechnung je Kunde erstellen und Auslastung je Maschine auswerten.
05Passende Praxisleitfäden
Leitfäden zu Flächenimport, mobiler Erfassung und Dokumentationspflichten – kostenlos lesbar, ohne Anmeldung.
18 Kriterien, an denen sich Lösungen für Auftragsdokumentation unterscheiden.
LesenKundenflächen aus den Länderportalen exportieren und sauber übernehmen.
LesenOffline, Foto, GPS und Sprachnotiz im Einsatz beim Kunden.
LesenWenn Sie für Kunden düngen: DBE rechnen und prüfungssicher belegen.
LesenAlle Themen im Ratgeber für Landwirte – oder direkt zur gesamten Hofmanagement-Software.
Häufige Fragen von Lohnunternehmen
- Was leistet eine Software für Lohnunternehmen?
- Sie führt Disposition, Einsatzdokumentation und Abrechnung in einem System zusammen: Aufträge planen, Zeiten und Mengen im Feld erfassen, Lieferscheine unterschreiben lassen und die Positionen ohne Zweiterfassung in einen Rechnungsentwurf je Kunde übernehmen; Preise werden dort ergänzt und geprüft. Dazu kommen Maschinenverwaltung, Wartungstermine und Personal- bzw. Saisonkräfteplanung.
- Wie funktioniert die maschinenbezogene Abrechnung?
- Am Auftrag werden Hauptarbeit und weitere Positionen mit Menge und Einheit erfasst – etwa Stunde, Hektar, Liter oder Tonne. Beim Erstellen der Rechnung werden sie als einzelne Positionen in einen Rechnungsentwurf übernommen; Preise dort ergänzen und prüfen. Betriebsmittel wie Diesel oder Saatgut lassen sich als eigene Positionen erfassen.
- Kann ich Aufträge per GPS verfolgen?
- Teilweise. Der Fahrer startet die GPS-Feldpräsenz selbst nach Einwilligung; die Betriebsleitung sieht dann, auf welchem Schlag er ist. Daraus werden weder Lohnzeiten noch Auftragsstatus automatisch abgeleitet – optional kann beim Start ein Zeiteintrag angelegt werden, Ende und Status setzt der Fahrer.
- Wie werden Saisonkräfte verwaltet?
- Mit eigenem Zugang, Stundenkonto, Monatssoll, anteiligem Urlaubsanspruch und dokumentierten Arbeitsschutz-Unterweisungen. Die Zeiterfassung läuft mobil; Zuschläge, Wege- und Rüstzeiten sind getrennt auswertbar und lassen sich als Monatsübersicht exportieren.
- Kann ich Flächen meiner Kunden übernehmen?
- Ja. Flächen lassen sich samt Geometrie, FLIK und amtlicher Größe aus iBALIS (Bayern), FIONA (Baden-Württemberg), LEA und ANDI sowie aus Shape- und GeoJSON-Dateien importieren. Nutzungscodes werden automatisch der passenden Kultur zugeordnet.
- Arbeiten wir für mehrere Betriebe – geht das in einem Zugang?
- Ja. hofmanager+ ist mandantenfähig: Ein Nutzer kann mehreren Betrieben zugeordnet sein und zwischen ihnen wechseln. Bei der Einrichtung eines weiteren Betriebs lassen sich Flächen, Maschinen und Mitarbeitende übernehmen – müssen aber nicht.
- Funktioniert die Erfassung ohne Empfang?
- Nur eingeschränkt. Leistungskontrollen mit Fotos werden ohne Empfang zwischengespeichert; die meisten anderen Eingaben brauchen beim Speichern eine Internetverbindung. Aufträge, Positionen und Zeiten werden beim Speichern übertragen.
- Was kostet die Software für Lohnunternehmen?
- Das hängt von Maschinenpark, Nutzerzahl und Funktionsumfang ab. In einer kostenlosen Online-Vorführung sehen wir uns Ihre Abläufe und Abrechnungslogik an und nennen anschließend die passende Variante samt Konditionen.
Ihre Aufträge, live im System
In einer persönlichen Online-Vorführung legen wir einen typischen Auftrag an, erfassen den Einsatz mobil und übernehmen die Positionen in einen Rechnungsentwurf – mit Ihren Maschinen.