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    Ackerschlagkartei – die digitale Schlagdokumentation für Ihren Betrieb

    Düngung, Pflanzenschutz, Bodenproben und Ernte schlaggenau festhalten – mobil am Feld erfasst, automatisch in Bilanz und Nachweis überführt und jederzeit prüfungsfertig exportierbar.

    11 Min.Lesezeit
    AckerschlagkarteiDüVPflanzenschutzMobilSoftware

    01Was ist eine Ackerschlagkartei?

    Die Ackerschlagkartei – oft kurz Schlagkartei genannt – ist die schlagbezogene Aufzeichnung aller Bewirtschaftungsmaßnahmen eines Betriebs. Für jeden Schlag wird festgehalten, was angebaut, gedüngt, gespritzt, bearbeitet und geerntet wurde: mit Datum, Mittel, Menge und verantwortlicher Person.

    Rechtlich verlangt die Düngeverordnung die Dokumentation jeder Düngemaßnahme samt vorheriger Düngebedarfsermittlung, das Pflanzenschutzgesetz die Aufzeichnung jeder Anwendung mit Zulassungsnummer und Sachkundenachweis. Dazu kommen Fördernachweise der GAP und die Anforderungen von Abnehmern und Zertifizierern.

    02Pflichtangaben und Aufbewahrungsfristen

    Diese Angaben werden bei einer Kontrolle regelmäßig geprüft. Fehlt eine Position oder ist sie nicht lesbar, gilt sie als nicht dokumentiert.

    BereichErforderliche AngabenAufbewahrung
    SchlagbezugFLIK/Schlagnummer, Bezeichnung, Größe in hadauerhaft
    Kultur & SorteHauptfrucht, Sorte, Vor- und Zwischenfruchtje Anbaujahr
    Düngung (DüV)Datum, Düngemittel, N/P₂O₅/K₂O, Ausbringmenge je ha3 Jahre
    Pflanzenschutz (PflSchG)Mittel mit Zulassungsnummer, Aufwandmenge, Indikation, Anwender mit Sachkundenummer3 Jahre
    Düngebedarfsermittlungvor der ersten Düngung je Schlag und Kultur, schriftlich7 Jahre
    ErnteDatum, Erntemenge, Qualität/Feuchte3 Jahre
    BodenuntersuchungP₂O₅-Gehalt, Probedatum, Labornachweisalle 6 Jahre

    Alle Pflichten und Fristen 2026 im Detail

    03Die Ackerschlagkartei in hofmanager+

    Alle Module greifen ineinander: Was am Schlag erfasst wird, landet automatisch in Bilanz, Nachweis und Auswertung – ohne zweite Erfassung im Büro.

    ModulWas es übernimmt
    Schlagakte je FeldGeometrie, Größe, Nutzungscode, Kultur, Vorfrucht, Bodenart und die vollständige Maßnahmenhistorie über alle Jahre.
    Düngung & DüngebedarfDüngebedarfsermittlung nach DüV-Anlage 4, N-Ausnutzung nach Anlage 3, laufende Nährstoffbilanz je Schlag, Sperrfristen- und Rote-Gebiete-Prüfung.
    Pflanzenschutz mit BVL-KatalogMittelauswahl aus dem BVL-Zulassungsverzeichnis, Prüfung von Indikation und Aufwandmenge, Sachkundenachweis und Wartezeiten-Hinweise.
    Bodenproben & NminProbetermine, Laborwerte und die 6-Jahres-Frist der Grundbodenuntersuchung inklusive regionaler Nmin-Richtwerte.
    Feld-Präsenz & GPSGeofencing zeigt live, wer mit welchem Gespann auf welchem Schlag arbeitet; Enter/Leave-Events landen in Zeiterfassung und Auftragsstatus.
    Aufgaben am SchlagArbeitsanweisung mit Foto und Sprachnotiz auf den Schlag legen – die ausführende Person dokumentiert in derselben Maske.
    Prüfungsfertige ExporteFeldkarte, Düngejahresbericht, PSM-Nachweis, Nährstoffbilanz und WDüngV-Belege als PDF oder CSV, fertig für die Behörde.
    Mobil und offlineErfassung direkt am Schlag auf dem Handy, auch im Funkloch – die App synchronisiert automatisch, sobald wieder Netz da ist.

    Ackerschlagkartei-Software im Vergleich: 18 Kriterien und Schnellauswahl

    04In fünf Schritten zur digitalen Ackerschlagkartei

    1. Flächen importieren: Shape oder Export aus iBALIS, FIONA und LEA – Geometrie, FLIK und amtliche Größe kommen mit.
    2. Kulturen und Vorfrüchte je Schlag setzen; Bodenart und letzte Bodenprobe hinterlegen.
    3. Düngebedarf vor der ersten Maßnahme ermitteln – die DBE ist Voraussetzung für jede Düngebuchung.
    4. Maßnahmen ab sofort mobil am Schlag erfassen: Düngung, Pflanzenschutz, Bodenbearbeitung, Ernte.
    5. Zum Jahresende Bilanz und Nachweise exportieren – Düngejahresbericht, PSM-Nachweis, Nährstoffbilanz.

    Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Umstieg

    05Ratgeber zur Ackerschlagkartei

    Praxisleitfäden zu Pflichten, Umstieg, Import und Bilanzen – kostenlos lesbar, ohne Anmeldung.

    Alle Themen im Ratgeber für Landwirte – oder direkt zur gesamten Hofmanagement-Software.

    Häufige Fragen zur Ackerschlagkartei

    Was ist eine Ackerschlagkartei?
    Die Ackerschlagkartei ist die schlagbezogene Dokumentation aller Bewirtschaftungsmaßnahmen eines Betriebs: Aussaat, Düngung, Pflanzenschutz, Bodenbearbeitung und Ernte – je Schlag, lückenlos und über die gesetzliche Aufbewahrungsfrist nachvollziehbar. Sie ist Grundlage für Düngeverordnung, Pflanzenschutzrecht, Fördernachweise und Zertifizierungen.
    Ist eine Ackerschlagkartei Pflicht?
    Ja. Die Aufzeichnungspflichten ergeben sich aus der Düngeverordnung (DüV), dem Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) und den Cross-Compliance-Vorgaben der GAP. Ob Sie die Aufzeichnungen auf Papier, in Excel oder in einer Ackerschlagkartei-Software führen, ist rechtlich frei – die Inhalte, Fristen und die Lesbarkeit sind es nicht.
    Was muss in der Ackerschlagkartei stehen?
    Mindestens: Schlagbezug mit FLIK und Größe, Kultur und Sorte, jede Düngemaßnahme mit Datum, Mittel, Nährstoffen und Menge je Hektar, jede Pflanzenschutzmaßnahme mit Zulassungsnummer, Aufwandmenge, Indikation und Anwender, die Düngebedarfsermittlung vor der ersten Düngung sowie Erntedatum und Erntemenge.
    Wie lange muss die Ackerschlagkartei aufbewahrt werden?
    Aufzeichnungen zu Düngung und Pflanzenschutz sind mindestens drei Jahre lesbar aufzubewahren, Düngebedarfsermittlung und Nährstoffbilanzen sieben Jahre. Bei steuerlicher Relevanz gelten nach GoBD bis zu zehn Jahre. Eine digitale Ackerschlagkartei erledigt die Archivierung automatisch.
    Was kostet eine Ackerschlagkartei-Software?
    Das hängt von Betriebsgröße, Nutzerzahl und Funktionsumfang ab. In einer kostenlosen Online-Vorführung schauen wir uns Ihre Flächen und Abläufe an und nennen Ihnen anschließend die passende Variante samt Konditionen.
    Kann ich meine Flächen aus iBALIS oder FIONA übernehmen?
    Ja. hofmanager+ importiert Flächen samt Geometrie, FLIK und amtlicher Größe aus iBALIS (Bayern), FIONA (Baden-Württemberg) und LEA sowie allgemeine Shape-Dateien. Nutzungscodes werden dabei automatisch der passenden Kultur zugeordnet.
    Funktioniert die Ackerschlagkartei auch ohne Empfang im Feld?
    Ja. Die App speichert Eingaben lokal und synchronisiert automatisch, sobald wieder Netz besteht. Damit können Maßnahmen direkt am Schlag erfasst werden – nicht erst abends aus dem Gedächtnis am Schreibtisch.
    Wie sicher sind die Daten der Ackerschlagkartei?
    Betrieb und Hosting erfolgen in der EU, alle Daten sind verschlüsselt, Zugänge lassen sich per Zwei-Faktor-Authentifizierung absichern und es gibt ein Rollen- und Rechtekonzept sowie einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV).

    Ihre Schläge, live in der Ackerschlagkartei

    In einer persönlichen Online-Vorführung importieren wir Beispielflächen und zeigen Düngebedarf, Nährstoffbilanz und Nachweis-Export an Ihrem Betrieb.