
Die Schwäbische Zeitung berichtet am 26. Juni 2026 in einer ausführlichen Reportage über die Agrar-Software hofmanager+ — die digitale Hofverwaltung aus der landwirtschaftlichen Praxis. Autor Paul Martin besucht Gründer und Landwirt Markus Jehle vor Ort in Horgenzell (Oberschwaben) und beschreibt, wie aus dem operativen Alltag eines Familienbetriebs heraus eine vollwertige Hofverwaltungs-Plattform entstanden ist.
Zwei Gründer, eine Leidenschaft
Auf den ersten Blick passen Markus Jehle und Robin Gassmann nicht zusammen, schreibt die Schwäbische Zeitung: Hier der gestandene Landwirt aus Baienbach bei Horgenzell, der eine Biogasanlage betreibt und rund 200 Hektar Land bewirtschaftet — dort der junge Münchner Gründer und Informatiker. Was beide verbindet, ist die Leidenschaft für ihr Tun und die Lust, davon öffentlich zu erzählen. Mit Reichweiten von zusammen mehr als 30.000 Followern auf Instagram tragen sie das Thema Digitalisierung in der Landwirtschaft sichtbar nach außen.
Software aus der landwirtschaftlichen Praxis
hofmanager+ wurde gemeinsam aus dem Alltag eines aktiven Hofes heraus entwickelt — und genau das hebt der Beitrag hervor. „Diese Software kommt nicht aus dem Silicon Valley, sondern aus der landwirtschaftlichen Praxis", zitiert die Schwäbische Zeitung Markus Jehle. Nach eigenen Angaben kommt das Programm derzeit auf rund 50 Höfen zum Einsatz.
„Das meiste Wissen ist auf vielen Höfen in einer großen Zettelwirtschaft oder direkt im Kopf des Betriebsleiters gespeichert."
Wissen zusammenführen, Betriebsleiter entlasten
Der Beitrag beschreibt, wie der Betriebsleiter heute oft jeder kleinen Aufgabe und jedem Mitarbeiter „hinterherspringen" muss, weil nur er weiß, was wann, wo und wie zu tun ist. Robin Gassmann fasst das Prinzip von hofmanager+ im Artikel so zusammen: „Kern des Hofmanagers ist es, wichtige Daten zusammenzuführen und den Mitarbeitern alles niederschwellig zugänglich zu machen, was sie für ihre Arbeit brauchen."
Konkret heißt das: Felder sind mit Fruchtfolgen und Arbeitsschritten hinterlegt. Steht etwa eine Maisaussaat an, sieht der Fahrer per Web-App genau, mit welcher Zugmaschine, welchem Gerät und welcher Aussaatmenge er ausrücken soll. Im Anschluss sieht der Betriebsleiter, wie viel Saatgut, Diesel und Zeit tatsächlich nötig war.
Chat statt WhatsApp-Gruppe
Ein zweiter Schwerpunkt des Artikels ist die Kommunikation auf dem Betrieb. „In der Landwirtschaft läuft das meiste über Telefon oder WhatsApp-Gruppen", wird Jehle zitiert. Genau das soll die in hofmanager+ integrierte Chat-Funktion ablösen. Informationen entstünden „oft beim Tun" — etwa wenn ein Fahrer ein merkwürdiges Geräusch an einer Maschine hört, die Klima am Traktor defekt ist oder eine Drainage auf dem Feld verstopft. Eine Sprachnachricht in einer WhatsApp-Gruppe, so der Artikel, sei dafür kein guter Speicherort.
Mehrsprachig für Saisonkräfte
Ein eigener Abschnitt der Reportage widmet sich der Mehrsprachigkeit: hofmanager+ unterstützt aktuell rund 15 Sprachen. Saisonkräfte können so etwa eine Maschineneinweisung in ihrer Muttersprache erhalten — ein praktischer Vorteil beim Einsatz ausländischer Erntehelfer. Die Schwäbische Zeitung erwähnt zudem, dass sich Jehle und Gassmann ihre Patent- und Markenrechte auch international gesichert haben.
Lizenzmodell nach Hofgröße
Der Artikel hält außerdem fest, dass hofmanager+ seine Lizenzen nicht nach Mitarbeiter- oder Maschinenanzahl abrechnet, sondern nach der Größe des Betriebs. Wer mehr Hektar bewirtschaftet, zahlt entsprechend mehr. Für kleinere Vollerwerbshöfe in Oberschwaben und im Allgäu — trotz Strukturwandel weiterhin häufig vertreten — arbeiten die Gründer laut Beitrag an einem passenden Einstiegsangebot.
Originalbeitrag
Den vollständigen Artikel von Paul Martin — inklusive aller O-Töne, Hintergründe und Bilder — lesen Sie auf der Website der Schwäbischen Zeitung.
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